Allgemeines

Um innovativ und wettbewerbsfähig zu sein, müssen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) ihre Ressourcen, Abläufe und Kompetenzen kontinuierlich zielgerichtet und strategisch geplant weiterentwickeln. Während Großunternehmen meist hochstrukturierte strategische Innovations- und Veränderungsprozesse aufweisen, sind diese in KMU oftmals durch Improvisation gekennzeichnet. Daher beschäftigt sich dieses zweijährige Projekt mit der Frage, wie die strategische Innovations- und Veränderungsfähigkeit von KMU (weiter-)entwickelt werden kann.

Ergebnisse von Vorgängerstudien haben gezeigt, dass Unternehmen einen individuellen Umgang mit Veränderungen, eine sogenannte „organisationale Veränderungslogik“ haben. Will man die Innovations- und Veränderungsfähigkeit nachhaltig stärken und Innovationsblockaden identifizieren und verringern, muss diese Veränderungslogik berücksichtigt werden. Da aufgrund der neuartigen Thematik entsprechende Modelle zur Veränderungslogik fehlen, wird im Zuge des Projekts ein solches theoretisches Konzept zu Merkmalen der Veränderungslogik und zum Zusammenhang mit unterschiedlichen Veränderungskompetenzen erarbeitet und empirisch in einer Gruppe von KMU im Längsschnitt untersucht. Aufbauend auf diese Analyse der Veränderungslogik können punktuell hochwirksame, nachhaltige Maßnahmen zur Stärkung der Innovations- und Veränderungsfähigkeit in den beteiligten KMU gesetzt werden.

Neben dem unmittelbaren praktischen Nutzen für die beteiligten Unternehmen bzw. dem Transfer in die Lehre sind Veröffentlichungen der Forschungsergebnisse in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften und auf internationalen Konferenzen geplant.

Ziele

  • Entwicklung eines theoretisch fundierten Rahmenmodells zur Veränderungslogik
  • Empirische Weiterentwicklung des Rahmenmodells zur Veränderungslogik
  • Forschungs- und Entwicklungstransfer in Lehre und betriebliche Praxis von KMU 

Nutzen für KMU

  • Diagnose der Veränderungslogik und der Veränderungskompetenzen von KMU
  • Stärkung der Veränderungsfähigkeit von KMU durch Identifikation von Veränderungshebeln
  • Planung und Umsetzung von konkreten Maßnahmen zur Förderung der Veränderungsfähigkeit

In Kooperation

Gemeinsam mit österreichischen Unternehmen haben wir die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden zur Diagnose und Förderung der Veränderungskompetenz erprobt.

Das Projekt baut auf dem Projekt „KMU in Veränderung“ auf, welches im Rahmen des Strukturprogramms COIN (Communication  Innovation) durch das BMVIT/BMWFW gefördert worden ist. Das Programm COIN wird durch die FFG abgewickelt.

Die FHWien der WKW ist Österreichs führende Fachhochschule für Management und Kommunikation. Eng vernetzt mit den heimischen Unternehmen bietet die FHWien der WKW eine ganzheitliche und praxisbezogene akademische Ausbildung für derzeit über 2.500 Bachelor-, Master- und Weiterbildungs-Studierende.

Gefördert durch die MA 23 der Stadt Wien

Projekt-Laufzeit: 05/17 bis 04/19